12mR JENETTA 1939

 

1939 Jenetta, Design No. 395 by Alfred Mylne

…dem „Meister der Zwölfer“, gebaut für Sir William Burton, der wiederum der Steuermann der „Shamrock IV“ im America’s Cup 1920 war. „Jenetta“ ist nicht nur der längste je gebaute 12er, sondern war auch einer der schnellsten und der einzige, der 1939 „Vim“ schlagen konnte (siehe Zeitungsbericht weiter unten)

Der Designer

Alfred Mylne (1872 – 1951) war einer der Köpfe hinter der International Metre Rule, die 1906 von einer internationalen Gruppe von Yachtdesignern und Seglern in London erschaffen wurde. Mylne arbeitete zunächst im Designbüro von George Lennox Watson, dort zeichnete er auch an den Linien der königlichen Yacht „Britannia“, dem berühmten Rennkutter der „Big Class“, der zunächst dem Prince of Wales gehörte (aus dem später König Edward VII wurde), dann seinem Sohn, König George V

Mylne machte sich 1896 selbstständig. Tatsächlich ist seine Firma noch heute aktiv im Geschäft und damit mit einiger Sicherheit das älteste Yachtdesignbüro der Welt. Während seiner Zeit bei G. L. Watson hatte Mylne noch ordentlich dazu gelernt und so erwarb er sich fast sofort einen hervorragenden Ruf als der Designer, der die Rennyachten der Gewinner entwirft. Und dies ganz besonders in den verschiedenen Meter-Klassen, für die er Zeit seines Lebens eine ganz besondere Liebe hegte.

Der Auftraggeber

Jenetta“ war der vierte und letzte 12er für Sir William Burton, einem schon zu Lebzeiten berühmten Segler, der sein Vermögen mit Zucker gemacht hatte. Nun passen Zucker und Tee ganz natürlich und sehr gut zusammen und so wurde er zunächst Geschäftspartner, dann ein persönlicher Freund des Teekönigs Sir Thomas Lipton, mit dem er auch die Liebe und Leidenschaft für große Rennyachten teilte. Burton steuerte denn auch Liptons “Shamrock IV” in der letztendlich gescheiterten America’s Cup Herausforderung von 1920. „Shamrock IV“ wurde damals nur knapp von der Verteidigerin „Resolute“ geschlagen, mit drei zu zwei Siegen. Dies war wohl Liptons erfolgreichste Herausforderung.

Burton, Jenetta’s Ur-Vater

Danach wandte Burton sich der 12mR Klasse zu. 1924 bestellte er seinen ersten 12er, die „Noreska“, bei Johan Anker in Norwegen. 1927 ließ er sich seinen zweiten entwerfen und bauen, dieses Mal von William Fife. Dies war die „Iyruna“, neben der „Noreska“ der schnellste der sechs 12mR Yachten, die damals in England segelten.

 Drei Jahre später, 1930, ließ er sich eine 36-Meter Motoryacht als „Begleitschiff“ für seine Regattaaktivitäten bauen. Dies war die „Caletta“, später umgetauft in „Atlantide“, mit Tom Perkins als Eigner – den man ja besser kennt als Initiator und Eigner der Superyacht „Maltese Falcon“. 1934 wurde Burton Präsident der „International Yacht Racing Union“ (heute: ISAF) und bestellte seinen dritten 12er, diesmal bei Alfred Mylne. Dies war die „Marina“, benannt nach der jungen Frau von Prince George, damals Duke of Kent, Prinzessin Marina von Griechenland und Dänemark. 

In dem sehr aktiven Regattasommer von 1935 dominierte „Marina“ die 12er Klasse und gewann fast jedes Rennen, zu dem sie antrat. Das Schiff hatte unter anderem einen innovativen Mast, über den Uffa Fox, immer für die allerneuesten Ideen zu haben, ein eigenes Kapitel in seinem zweiten Buch schrieb.

„Marina“ wurde letztendlich nur von der „Jenetta“ übertroffen, obwohl Burton diesen 12er nicht mehr so aktiv segeln konnte – der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und auch sein allmählich fortschreitendes Alter standen dem im Weg. 

Nach einer sehr langen und turbulenten Geschichte, die sich nur noch Bruchstückhaft rekonstruieren lässt, endete dieser wunderbare 12er als Wrack, halb versunken, in einem See in Kanada. Hier wurde sie von Oliver Berking entdeckt und gerettet – gehoben und nach Flensburg transportiert. Beim Heben wurde der eh schon rotte Rumpf noch mehr beschädigt und brach. 

Neben Oliver Berking, dem Chef der Werft „Robbe und Berking Yacht Heritage“ haben sich noch vier weitere Enthusiasten in einer Eignergemeinschaft zusammengetan, damit das „Boot zum vorhandenen Bleikiel“ endlich gebaut wird. Die Arbeiten begannen im Frühling 2018 auf dem Deck liegend und im August wurde schon der Rumpf gedreht…

 

Jenetta 1939

 

Specification

Spar Length 21.7m 71.2ft

Length 21.7m / 71.2ft

Loadline 14.2m / 46.5ft

Beam 3.7m / 12ftDraft 2.7m / 9ft

Rigging: Bermudan Sloop

Displacement: 27tonnes

Sail Area: 170m² / 1833ft²

 

Zukünftiger Liegeplatz: Flensburg  

Jenetta – A golden opportunity 

to re-create the World’s largest and fastest 

3rd rule 12-metre 

 

 

(Alfred Mylne) 

A series of regattas planned in 2019

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Interessante Links / Presse etc.

Segelreporter „Das Boot zum Kiel“

Yacht „Neues Leben für Jenetta“

Jenetta in Vancouver, Bilder

DBSV Artikel „Die Wieder- herstellung der schnellen Jenetta“

SHZ „Aus Wrack mach Neu“

SHZ „Fit mit 80“